Ausritt ins Gelände - ein Highlight oder Stress pur?
Normalerweise treffen sich die Reiter unserers Vereins zu gemeinsamen Trainingsstunden in der Reithalle. Im Sommer finden diese Reitstunden natürlich auf dem Freiplatz statt. Nach anfänglichen Ängsten ( das Pferd kann in der Halle ja nur bis zur nächsten Bande rennen, auf dem Platz hat es aber genügend Freiraum ) traute sich letztendlich doch jeder.
Nun war an einem wunderschönen Sonntag ein besonderes Highlight geplant:
AUSRITT INS GELÄNDE
Erste Reaktion: Geländeangst !!!!!
Soll ich wirklich mitreiten? - Soll ich mir den Stress eines Ausrittes mit einem solchen "Powerpferd "antun, oder es lieber vorziehen, in sicherer Umgebung zu reiten?
Anmerkung: Mein "Powerpferd " war ein ca. 25 Jahre alter, kleiner, allerliebster Haflinger-Wallach namens Astor!
Schnell hatte sich eine kleine Gruppe von Reitern zusammengeschlossen. Als Tete sollte der " Allrounder " und geländeerfahrene, unerschrockene Dr. W. fungieren. Er sollte uns an die Natur heranführen auf bekannten und unbekannten Wegen. Nach anfänglichen Problemen ( wer hilft mir nochmals aus den Reitstiefeln ? ) war dann endlich gesattelt, die Reihenfolge festgelegt und es konnte losgehen. Im gemächlichen Schritt-Tempo, mit zwei sicheren, geländeerprobten Pferden an der Spitze der Gruppe, zogen wir los. Wir hatten geplant von Winzeln bis zu dem Waldhaus " Drei Buchen " zu reiten. Nachdem wir einen breiten Weg in Richtung Obersimten im leichten Trab bewältigt hatten, waren auch die letzten noch zweifelnden Reiter locker und wir kamen zügig voran. In der freien Natur, auf leicht behuften Pferden, locker durch den Sommerwind - was kann es schöneres geben? Es war jetzt natürlich keine Frage mehr - selbstverständlich wollten alle galoppieren. Mit donnernden Hufen und wehenden Mähnen jagte die Gruppe über die von der Sonne ausgetrockneten Waldwege. Jeder Reiter sollte so etwas erlebt haben. Endlich war die Anhöhe Kettrichhof erreicht. Dank des Fernsehumsetzers hatten wir immer die grobe Richtung. Unser waiderprobter Leader führte uns ohne größere Probleme zu unserem auserkorenen Ziel. Dort erwartete uns bereits unser Mitstreiter Franz, der jedoch den Drahtesel vorgezogen hatte. Nach kurzer Rast für Reiter und Pferd machten wir uns auf den Heimweg über Niedersimten, Rehmühle zurück in den heimischen Stall. Beim anschließenden Bierchen waren alle der Auffassung, dass solche Ausritte viel öfter durchgeführt werden sollten. Sowohl Reiter als auch die vierbeinigen Freunde können bei solchen Gelegenheiten einmal richtig
die Seele baumeln lassen.
Die Geländecracks waren:
Dr. Jürgen Weinisch auf Günter - Ulrike Weinisch auf Goos - Lea Weinisch auf Luigi - Sandra Pröckl auf Robin Hood - Rabea Heckendorf auf Windspiel - Renate Pröckl auf Astor.
Renate Pröckl
